Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


raspberry_pi:raspotify

Spotify Connect auf dem Raspberry Pi

Im Sommer 2020 habe ich mir einen Beyerdynamic 1990 Pro zugelegt. Mit einer Impedanz von 250 Ohm ist der DAC im Lightning-zu-Klinke-Adapter von Apple jedoch hoffnungslos überfordert. Also habe ich mir einen Kopfhörerverstärker mit DAC - und zwar den RMI ADI-2 DAC FS - zugelegt. Ein klasse Gerät, das ich jedem HiFi-Enthusiasten nur wärmstens empfehlen kann. Das iPhone mit einem Kabel mit den Verstärker zu verbinden war jedoch auf Dauer nervig. Die Übertragung mit Airplay über eine Airport Express 2 war nicht zufriedenstellend, weil ein Knistern zu hören war. Also habe ich nach einer Alternative gesucht und raspotify gefunden. Mit raspotify ist es möglich, einen Raspberry Pi als Wiedergabegerät in der Spotify-App anzugeben. Die Übertragung erfolgt also nicht via Airplay über das iPhone, sondern mit Spotify Connect direkt über den Raspberry Pi.

Raspotify installieren und konfigurieren

Alle Infos zu raspotify: https://github.com/dtcooper/raspotify

Mit dem folgenden Skript wird raspotify automatisch installiert:

curl -sL https://dtcooper.github.io/raspotify/install.sh | sh

Für guten Ton sorgen

Nach erfolgreicher Installation müssen an der Konfigurationsdatei Änderungen vorgenommen werden. Das ist nötig, weil die Konfiguration in der Spotify-App, bspw. die Wiedergabequalität, nicht für das Ausgabegerät übernommen werden. Die Konfigurationsdatei von raspotify übergibt diese an die Konfigurationsdatei von librespot. Eine Auflistung der Konfigurationsoptionen von librespot gibt es hier. Dafür wird die Konfigurationsdatei aufgerufen:

sudo nano /etc/default/raspotify

Vor allem sollte die Bitrate erhöht werden:

# Bitrate, one of 96 (low quality), 160 (default quality), or 320 (high quality)
BITRATE="320"

Sehr empfehlenswert ist außerdem, die Lautstärkenormalisation zu deaktivieren. Die Lautstärkenormalisation passt die Lautstärke unterschiedlich lauter Aufnahmen an, komprimiert dafür aber die Dynamik. Das will man auf keinen Fall haben! Dafür muss

#VOLUME_ARGS="--enable-volume-normalisation --volume-ctrl linear --initial-volume=100"

zu

VOLUME_ARGS="--volume-ctrl fixed --initial-volume=100"

geändert werden.

Außerdem mag ich bei Spotify die Funktion „Autoplay“. Damit das funktioniert, muss sie aktiviert werden:

OPTIONS="--autoplay"

Nach Änderungen an der Konfigurationsdatei muss der Dienst neu gestartet werden:

sudo systemctl restart raspotify

Audioausgabe konfigurieren

Damit das Signal auf dem USB-Anschluss ausgegeben wird, muss ALSA konfiguriert werden. In der Datei /usr/share/alsa/alsa.conf muss

defaults.ctl.card 0
defaults.pcm.card 0

zu

defaults.ctl.card 1
defaults.pcm.card 1

geändert werden.

Außerdem habe ich die Sample Rate von

defaults.pcm.dmix.rate 48000

zu

defaults.pcm.dmix.rate 44100

geändert, um unnötiges Resampling zu vermeiden.1)

Um die Datei zu bearbeiten muss Folgendes in die Konsole eingegeben werden:

sudo nano /usr/share/alsa/alsa.conf

Diese Änderungen müssen nach einem Update der Bibliothek ggf. neu eingegeben werden.

Automatischer Reboot

Nach einigen Wochen ausgiebiger Nutzung hat sich gezeigt, dass mit der Zeit die WLAN-Verbindung instabil wird. Das äußert sich in häufigen Verbindungsabbrüchen. Da ein Neustart Abhilfe zu schaffen scheint, habe ich einen Cronjob eingerichtet, der den Raspberry täglich um 4:00 Uhr neu startet.

Dafür wird zunächst die Crontabelle geöffnet.

sudo crontab -e

Anschließend wird der folgende Befehl eingetragen.

00 4 * * * sudo reboot

Hintergrundinformationen

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie dem Speichern von Cookies auf Ihrem Computer zu. Außerdem bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzbestimmungen gelesen und verstanden haben. Wenn Sie nicht einverstanden sind, verlassen Sie die Website.Weitere Information
raspberry_pi/raspotify.txt · Zuletzt geändert: 12.11.2021 17:17 von Frickelpiet